Verband der Pony- und
Pferdezüchter Hessen e.V.
-
Suchen Suche starten GO
-
Sie befinden sich:

ZUCHT
Stuten

Von Prämientiteln und Haarproben …

Druckvorschau

Gekörte Hengste können nur nach Abstammungsüberprüfung auf Vater und Mutter eingetragen werden (Foto: Hecker)
  • Davon hat bestimmt jeder Züchter im VPPH inzwischen gehört: Den Titel ‚Staatsprämienstute‘ gibt es in diesem Jahr nur noch für Stuten, die alle Bedingungen wie bisher erfüllen und deren Fohlen 2015 nicht gebrannt werden (NEU!!). So lautet die neue Auflage der Hessischen Landesregierung. Ein Fohlen aus dem aktuellen Jahrgang 2015 soll nur per Mikrochip und nicht zusätzlich mit dem Brandzeichen gekennzeichnet werden, anderenfalls kommt die Mutter nicht mehr für die Staatsprämie in Frage. Die Richtlinie zur Staatsprämienvergabe musste ergänzt werden „… Es dürfen nur noch Stuten zur Prämierung vorgeschlagen werden, deren Fohlen ab Geburtsjahrgang 2015 nicht mittels Schenkelbrand gekennzeichnet sind. Stuten ab dem Geburtsjahrgang 2015 dürfen nur zur Prämierung vorgeschlagen werden, wenn sie nicht mittels Schenkelbrand gekennzeichnet sind…..“ Der komplette Text ist auf der Internetseite des Verbandes unter Zucht / Stuten / Vergaberichtlinien StPrSt zu finden.
  • Diese Vorschrift gibt es nur in Rheinland-Pfalz-Saar und Hessen und kann als Appell verstanden werden, ab sofort gänzlich auf das Brennen zu verzichten. Der Transponder (Mikrochip) ist weiterhin Pflicht, das Brandzeichen in unserem Verband weiterhin freiwillig möglich.
  • Unter diesen Bedingungen wollen die hessischen Pony- und Pferdezüchter nicht länger an dem Titel ‚Staatsprämienstute‘ festhalten, so die einhellige Meinung in den zurückliegenden Versammlungen (drei Regionalversammlungen im Herbst 2014 und eine Mitgliederversammlung im März 2015). Sie fühlen sich „gegängelt“, zumal der Schenkelbrand offiziell weiterhin erlaubt ist und mit der Auszeichnung von Stuten wenig zu tun hat.
  • Favorisiert wird ein neuer, aufgewerteter Titel ‚Verbandsprämie‘ mit etwa vergleichbaren Anforderungen, zum Beispiel: Eintragungsnote der Stute mind. 7,5 auf zentralem Termin (evtl. Prämierung 3- und 4-jährig), Leistungsprüfung mind. 7,0 und 1 Fohlen bis siebenjährig. Dieses Modell sollte jetzt in allen Rassen diskutiert und das Ergebnis von den Rassesprechern im Zuchtausschuss vorgetragen werden.
  • Zum Thema Abstammungsüberprüfung: Nach wie vor wird die freiwillige DNA-Untersuchung von Zuchtstuten empfohlen. Vor allem für mögliche Hengstmütter sollte die „Registrierung des DNA-Typs“ bei GeneControl GmbH erfolgen, denn alle gekörten Hengste müssen auf Vater und Mutter überprüft werden, um ins Hengstbuch I eingetragen werden zu können (!). Also sollten gute Stuten schon vorsorglich angelegt werden, bevor es vielleicht zu spät ist.
  • Die Kosten der Haarwurzeluntersuchung betragen etwa 30 Euro. Zu der Haarprobe gehört jeweils ein Untersuchungsantrag (Formular ist auf unserer Seite), das der Besitzer ausfüllen und unterschreiben muss. Der Verband der Pony- und Pferdezüchter Hessen e. V. unterstützt wie bisher die freiwillige Haarwurzeluntersuchung und DNA-Registrierung von eingetragenen Staatsprämien-, Verbandsprämien- und Elitestuten mit jeweils 10 Euro (Erstattung nach Eingang der Ergebnisse).
  • Allen Züchtern viel Glück und Erfolg in der Saison 2015!  

Florian Solle


zurück | Seitenanfang
Verband der Pony- und Pferdezüchter Hessen e.V. | 64347 Griesheim | (0 61 55) 8 25 69 34 | E-Mail: vphessen(at)t-online.de