Verband der Pony- und
Pferdezüchter Hessen e.V.
-
Suchen Suche starten GO
-
Sie befinden sich:

ZUCHT
Allgemeines
Zuchtbericht 2013
Zuchtbericht 2013 des Verbandes der Pony- und Pferdezüchter Hessen e. V.
Druckvorschau

Die Stärken der Rassen herausstellen

Mona-Liesa war 2013 Siegerstute in Usingen und auch in Berlin gut platziert (Foto: Diana Frank-Trippel)

Gleich zu Jahresbeginn 2013 demonstrierten die Kaltblutrassen ihre Stärken auf der Grünen Woche mit Bundeskaltblutschau in Berlin. Sehr erfolgreich für Hessen am Start war die Schwarzwälder Stute Mona-Liesa als Klassen-Reservesiegerin und Endring-Stute in stärkster Konkurrenz. Diese erst vierjährige Nachwuchsstute des Züchters Karl-Heinz Rohmann blieb auch auf der Landesschau Usingen unschlagbar und verteidigte ihren Siegertitel aus 2012.

Die Siegerschärpen der Frühjahrskörung in Alsfeld erhielten der Islandhengst Högni vom Schloßberg (Zü. u. Bes.: Günther Weber) und der Haflingerhengst Stadox BE (Zü. u. Bes.: Björn Edelmann). Der gleichermaßen sport- und zuchtbewährte Reitponyhengst Desperado K (Zü.: Hermann Koopmeiners, Bes.: Maja Knab) wurde Sieger der Eintragung und Prämierung. Der ebenfalls gekörte Reitponyhengst Gleisbergs Champions League (Zü.: Werner Elberich, Bes.: Marc Höcker) bestätigte sein Körurteil später als Vize-Bundeschampion der dreijährigen Hengste mit seiner Reiterin Simone Höcker von Roit in Warendorf.

Ein mit 28 Stuten gut besetzter Eintragungstermin folgte in Alsfeld (Vorjahr 32). Von 13 Prämienstuten sind vor allem die Haflingerstute Novella (Zü.: ZG Stange, Bes.: Stefanie Helfrich), die Connemara-Stute Kinzighausen Hazy Genia (Zü. u. Bes.: Michael Jaczak), die Fell Pony Stute Breuerberg English Lady Ella (Zü. u. Bes.: Simone Albrecht) und die Reitponystute Santa Fee (Zü. u. Bes.: ZG Grede) noch einmal zu nennen. Letztere gewann auch den neu ins Leben gerufenen Stutenpreis der IG Reitpony Hessen, der speziell die dreijährigen Stuten aus hessischer Zucht ins Rampenlicht stellt.

Bei den Fjordpferden in Erbach waren es insgesamt 18 Stuten zur Eintragung, darunter 15 dreijährige (Vorjahr 14). Hier wurde die Dexter-Tochter Junika (Zü.: Katharina Mahl, Bes.: Wilhelm Eitenmüller) mit der Siegerschärpe dekoriert. Das hohe Niveau offenbarte sich in der Zahl von zehn Prämienstuten, die also eine Eintragungsnote von 7,5 und besser erreichten.  

Landes- und bundesweite Erfolge

Aus den Shetland-Rassen gab es diesmal nur sechs dreijährige Stuten zum Eintragungstermin auf der Fohlenschau Alsfeld-Eifa. Hier erzielte Disa vom Stephanshof (Zü. u. Bes.: Josef Stephan) als beste Classic-Stute auch das höchste Ergebnis der jungen Stuten. Mit 85 Fohlen insgesamt wurde dieser Termin am zweiten Samstag im August zur größten Fohlenschau des Verbandes im Berichtsjahr (Vorjahr 74).  

Óskadís vom Habichtswald holte eine Goldmedaille auf der Islandpferde-WM in Berlin (Foto: Klaus Ohneberg)

Fjordhengst Vacceur wurde Bundes-Reservesieger in Essen
(Foto: Hagemeister)

Noch einmal Erwähnung finden sollen die Staatsprämienstuten Oliana (Zü. u. Bes.: Sabrina Mach) und Helana (Zü.: Dieter Scherer, Bes.: Silke u. Marcus Merz) als Siegerinnen der Landesstutenschau Haflinger und Edelbluthaflinger 2013 in Neuenhaßlau. Auch die Bundesstutenschau München hatte erfolgreiche Teilnehmer aus Hessen am Start. Sowohl Narnia StPrSt (Zü. u. Bes.: ZG Stange), Belissima StPrSt (Zü.: Bernd Backhaus, Bes.: ZG Stange), Brisca (Zü. u. Bes.: ZG Stange), Novella (Zü.: ZG Stange, Bes.: Stefanie Helfrich) und Hayden BE (Zü. u. Bes.: Björn Edelmann) bei den Haflingern als auch Sophia StPrSt (Zü.: Andrea Schedlbauer, Bes.: Jessica Seitz u. Marcus Mihm) und oben genannte Helana StPrSt bei den Edelbluthaflingern brachten gute Platzierungen mit nach Hause.

So gab es bundesweit und landesweit eine Reihe von Erfolgen für die hessischen Züchter. Allen voran die Stute Óskadís vom Habichtswald (Zü.: Maria Siepe-Gunkel), die auf der Islandpferde-WM in Berlin mit Frauke Schenzel im Sattel die Goldmedaille der Stuten aller Klassen holte. Auch der Fjordhengst Vacceur (Zü. u. Bes.: Elisabeth u. Reinhold Eitenmüller) als Reservesieger der Bundeshengstschau Essen ist stellvertretend für eine Reihe guter, dort ausgestellter Fjordhengste aus hessischer Zucht zu nennen. Nicht zuletzt die Siegerfamilie der Landes-Kaltblutschau Usingen (Familie der Fiona / Zü. u. Bes.: Frank Schmidt) gehört in diese Aufzählung.

Den Staatsehrenpreis 2013 des Landes Hessen erhielt Monika Prinz und ihre Familie, die sich erfolgreich auf die Rasse Dülmener spezialisiert hat. 

Aus den Leistungsprüfungen Erbach bleiben vor allem der Haflinger Hengst Amecello (Zü. u. Bes.: Kurt Antes), der Reitponyhengst Caramel FH (Zü.: Heino Punke, Bes.: Freiberger Hof) und die Reitponystute Lucia K (Zü.: Heinrich Körber, Bes.: Bärbel Decker) in guter Erinnerung. In Dillenburg absolvierte der Kaltbluthengst Odin von Lupnitz (Zü.: Pferdehof Gernandt, Bes.: Joachim Müller) die beste Prüfung. Das höchste LP-Ergebnis insgesamt erzielte in München mit 8,64 der Haflinger Hengst Winzertraum (Zü.: Hermann Gruber, Station: ZG Stange).

Die Herbstkörung in Alsfeld war nicht mehr süddeutsch, sondern als „offene Hessische Körung“ ausgeschrieben. Der Sieger Candyman T (Zü.: M. Kopilow u. M. Blunk) und der Reservesieger Golden Danny, gezogen und wie Candyman T im Besitz von Hans-Dieter u. Eva-Maria Tüpker, kamen aus Weser-Ems angereist und vertraten die zunehmend stärker werdende Rasse Deutsches Reitpony. Einen Ehrenpreis für die „Spezialrassen“ bekam der prämierte Schwarzwälder Hengst Velvet aus der Zucht und dem Besitz von Diana und Thomas Frank. Süddeutsch dagegen bleibt die Haflinger Hengstkörung in München, wo im Berichtsjahr immerhin drei Hengste aus Hessen das positive Körurteil bekamen.

Die Statistik zeigt für den Verband der Pony- und Pferdezüchter Hessen e. V. immer noch stabile Zahlen bei leicht unterschiedlichen Tendenzen in den einzelnen Rassen. Die allgemeine Zurückhaltung in züchterischen Aktivitäten ist aber länder- und rasseübergreifend nach wie vor zu spüren.  

Wenn einzelne Siegerstuten oder Hengste hier herausgestellt werden, verkörpern diese die erwünschten Rasseeigenschaften. Stellvertretend für weitere gute Ponys und Pferde zeigen sie günstige Kombinationen von rassetypischen Merkmalen, Körpersubstanz und Korrektheit, Bewegungsqualität und Ausgeglichenheit. Keine Frage, dass außerdem Gesundheit, Charakter und Temperament oberste Priorität behalten.  

Jede Pony- und Pferderasse hat ihre Vorzüge und Stärken. Es reicht aber nicht, dass die Züchter dies wissen und zu schätzen wissen. Nur dort, wo diese Stärken in der Öffentlichkeit zum Vorschein kommen, als Positivwerbung für das Pferd, seine gesunde Haltung, Aufzucht und Grundausbildung, lassen sich vielleicht auch neue Menschen dafür begeistern.

Allen Züchtern und Freunden hessischer Ponys und Pferde viel Glück und Erfolg im Jahr 2014.

Florian Solle




zurück | Seitenanfang
Verband der Pony- und Pferdezüchter Hessen e.V. | 64347 Griesheim | (0 61 55) 8 25 69 34 | E-Mail: vphessen(at)t-online.de