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ARCHIV 2007
Erste Hengstleistungsprüfung auf dem Rollehof in Erbach
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Nach jahrelangen Erfahrungen mit der Zuchtstutenprüfung für Reitponyrassen, Fjordpferde und Haflinger haben Heike und Andreas Müller mit ihrem Team nun auch eine Leistungsprüfung für Ponyhengste verschiedener Rassen durchgeführt. Vorangegangen war die offizielle Anerkennung des Gestüts Rollehof in Erbach/Odenwald als private Hengstleistungsprüfungsanstalt.

Haakon von der Spechbacher Höhe
demonstriert williges Anziehen am Berg.
Unter den kritischen Blicken der Richter
(v.l.) Bert Petersen, Rolf Petruschke
und Florian Solle spannt Trainigsleiter
Andreas Müller zur Fahrprüfung an.

Beim ersten Durchgang in diesem Jahr ging zunächst nur eine kleine Gruppe von sieben Hengsten an den Start. Vier Fjordhengste und ein Haflingerhengst absolvierten eine kombinierte Reit- und Fahrprüfung, und parallel dazu ein Reitpony- und ein Welsh-Hengst die vorgeschriebene Prüfung nur im Reiten. Für jede Rasse ist der Modus der Leistungsprüfung verschieden, vorgegeben von der Zuchtverbandsordnung (ZVO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. 

Welsh-C-Hengst Follow Me vom Alten Grenzhof im Gelände. Garant Halsnaes mit schönem
Galoppiervermögen.

Für alle Hengste war es eine 30-tägige Eigenleistungsprüfung auf Station, aber jede Rasse wurde getrennt geprüft und bewertet. Für Fjordpferde umfasst die Abschlussprüfung die Bewertung der Grundgangarten, der Rittigkeit inklusive Fremdreitertest, der Springanlage (Freispringen), der Geländeeignung und der Fahranlage. Zusätzlich zu einer kleinen Fahraufgabe werden die Umgänglichkeit und das Verhalten beim Anspannen und Anhalten am Berg bewertet. Vorgesehen ist diese Prüfung der Fjordpferde für fünfjährige Hengste.

Ganz ähnlich sind die Anforderungen für Haflingerhengste, die ebenfalls in den Schwerpunkten Reiten und Fahren geprüft werden. Im Vergleich zu den Fjords absolvieren sie allerdings nur eine verkürzte Geländestrecke mit drei bis vier Hindernissen. Beim Fahren entfällt das Anhalten und Anziehen bergauf und bergab, dafür erhält die Fahreignung mit zusätzlicher Bewertung der Grundgangarten Schritt und Trab etwas mehr Gewicht.

Für Hengste in der Reitponyzucht steht die Prüfung in den Grundgangarten, im Springen (Freispringen und Parcoursspringen), in der Rittigkeit und im Gelände auf dem Programm. Auch Hengste der Rasse Welsh absolvieren diese 30-Tage-Stationsprüfung, wenn die Anerkennung für die Rasse Deutsches Reitpony angestrebt wird.

Chardonnay beim Grundgangartentest.

In Erbach fanden die Hengste gute Bedingungen vor. Dem mit jungen Pferden sehr erfahrenen Trainingsleiter Andreas Müller stand ein eingespieltes Bereiterteam zur Verfügung. Die betrieblichen Voraussetzungen im Gestüt Rollehof mit Reithalle, zwei Außenplätzen und Geländestrecke ermöglichen ein sachgerechtes und abwechslungsreiches Training. Die Hengste waren, obwohl recht unterschiedlich bei Anlieferung, zur Prüfung in guter Verfassung und gut motiviert. Die Richter Bert Petersen und Rolf Petruschke sparten nicht mit Lob für Pferde und Reiter.

Auch die Reiterinnen Dorothee Lehan und Janine Egly vergaben gute Noten in dem einige Tage vor Abschluss durchgeführten Fremdreitertest. Jeweils in der „Vorprüfung“ während des Trainings wurden vom Trainingsleiter die Interieurmerkmale bewertet, neben der Umgänglichkeit auch die Lern- und Leistungsbereitschaft sowie die Leistungsfähigkeit.

Das beste Prüfungsergebnis erzielte mit gleichmäßig guten Leistungen der Fjordhengst Haakon von der Spechbacher Höhe des Züchters Rüdiger Ruf aus dem württembergischen Spechbach, im Besitz der Zuchtgemeinschaft Buseck und Schwarz, Albstadt.
Gandalf bei der Fahrprüfung.

Auf dem zweiten Platz der Fjordpferde folgte der in Dänemark gezogene Garant Halsnaes im Besitz von Rosalinde Pfaff, Loßburg, der im Prüfungsteil Fahranlage als Teilnote die Tageshöchstnote 9,5 für eine beeindruckende Vorstellung im Fahrverhalten am Berg erhielt.

Alle Ergebnisse sind in der Übersicht zusammengestellt.

Die Vorgaben der ZVO sind für alle FN-Mitgliedsverbände verbindlich. Weitere Informationen zu den Zuchtprogrammen der Rassen im Verband der Pony- und Pferdezüchter Hessen sind auf der Internetseite www.ponyverband.de unter dem Stichwort „Rassen“ zu finden.

Florian Solle

Ergebnisse der HLP Erbach 2007

Fjord

Haakon von der Spechbacher Höhe, geb. 2001,

v. Hover a. d. Briska StPrSt v. Kolja Halsnaes-Ullo

Z.: Rüdiger Ruf, Spechbach

B.: ZG Buseck u. Schwarz, Albstadt    Ergebnis: 8,19

Garant Halsnaes, geb. 2001   

v. Orjar a. d. Koket Halsnaes v. Plutonik- Rei Halsnaes

Z.: V. u. S. Juellund, Dänemark

B.: Rosalinde Pfaff, Loßburg    Ergebnis: 7,80

Koja, geb. 2000   

v. Kostja a. d. Julischka StPrSt v. Radar-Heino VEH

Z.: Judith Streit, Ursberg

B.: Hubert Wagner, Hermersberg        Ergebnis: 7,74

Gandalf, geb. 2001

v. Ginger a. d. Miss Sally v. Sprinter-Draufels

Z.: Christina Becker, Rosenheim

B.: Christina Becker, Rosenheim          Ergebnis: 7,53

Deutsches Reitpony, Welsh C

Follow Me vom Alten Grenzhof, geb. 2002

v. Reifenstein vom Alten Grenzhof a. d. Fanni v. Ergano-Constantin

Z.: I.-A.-K. Keil, Bad Zwesten-Wenzigerode

B.: Beate Krapf, Neu-Isenburg            Ergebnis: 7,94

Chardonnay, geb. 2002

v. Creston Dundee a. d. Vivian v. Varello-Nedo II

Z.: Meik Wessendorf, Wettenberg

B.: ZG Brodhecker, Riedstadt  Ergebnis: 7,91

Haflinger

Salinero, geb. 2004

v. Samarkand a. d. Orlanda StPrSt v. Amadeus-Nestroy

Z.: Peter Jost, Pforzheim

B.: ZG Stange, Edertal-Bergheim         Ergebnis: 7,22



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