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ARCHIV 2007
Hessische Ponys begeisterten auf den Dillenburger Hengstparaden 2007
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Bei bestem Wetter und ebensolcher Stimmung waren die Dillenburger Hengstparaden ein voller Erfolg. Rund 11.000 Besucher säumten an den letzten beiden September-Sonntagen den Paradeplatz und feierten die zwei- und vierbeinigen Akteure mit großem Beifall. Insgesamt 20 Schaubilder sorgten für beste Unterhaltung, wobei Vorführungen mit höchsten Schwierigkeiten mit rasanten Schaueinlagen einander abwechselten.

Landbeschäler und  Spitzenfohlen waren ebenso in Aktion zu sehen wie Polizeipferde, die für ihre Reiter im wahrsten Sinne des Wortes durchs

Feuer gingen und vier schwergewichtige „Herren“ aus dem Landgestüt – Dillenburgs Kaltblüter brachten während der Paraden nicht nur einmal den Boden zum Erbeben. Bei solch vielseitigen Programm durften natürlich auch der Verband der hessischen Ponyzüchter nicht fehlen, der mit fünf stimmungsvollen Schaubildern seine Vierbeiner ins rechte Licht zu setzten wusste. 

Den Auftakt bei den Ponyschaubildern bildete eine Dressur-Quadrille aus vier international hochdekorierten Connemara-Hengsten. Eindrucksvoll bewiesen Marvellous Simon mit Claudia Quasnitza, Glaskopf Golden Malcom mit Christina Eckert, Frederiksminde Hazy Marvel mit Sissi Wirth und Groken Gun mit Desiree Theis durch ihre Nervenstärke und Rittigkeit, warum sich das Connemara Pony ständig wachsender Beliebtheit als zuverlässiger Sport- und Freitzeitkamerad erfreut.

Als nächstes standen die „Fliegenden Falben“ auf dem Programm. Diese Springquadrille mit Anke Kolvenbach und ihrem Sogneblakken, Monika Meerkötter und Irving, Christine Mittler und Kaeremo, Silvia Mittler und Rusty, Bo Eitenmüller und Dylan, Marion Zörgiebel und Katto sowie Sarah Ziegel mit Jan und Katharina Neuss mit Harik wurde für die Weltreiterspiele 2006 in Aachen aus der Taufe gehoben und dort bei der „Deutschen Hengstparade“ mit viel Erfolg vorgestellt. Auch in Dillenburg konnten sich die Zuschauer davon überzeugen, dass Fjordpferde sich weder durch Fahnen, Banner oder Applaus durcheinander oder gar vom Springen abbringen lassen.

Das nächste Schaubild des hessischen Ponyverbandes war dann der „Brüller“ schlechthin: zwei Mini-Shetty-Hengste vom Ronneburger Hügelland im Wettfahren gegen zwei Kaltblüter aus dem Landgestüt. Hier ging die Post ab! Unterstützt durch die Anfeuerungsrufe der Zuschauer, ließ Andrea Anger die beiden „Davids“ Klik Klak vom Dennenhof und Jeune Noble vom Dennenhof vor dem Sulky im sprichwörtlichen „Affenzahn“ um den Rennparcours auf dem großen Paradeplatz flitzen, so dass den beiden Dillenburger „Goliaths“ nur das Nachsehen blieb.

Den wohl farbenfrohsten Auftritt der Hengstparaden zeigten die Islandpferdefreunde Wäller Wind mit ihrem „Sonnenvolk“. Als Hintergrund ihrer Choreographie diente den 17 Reitern und ihren Isländern eine alte nordische Sage: Früher glaubten die Nordmänner, dass die Sonne von Pferden über den Himmel gezogen wird. In Dillenburg saß die Sonne auf einem herrlichen Rappen und um sie herum organisierten sich 16 (vierbeinige) Elementarteilchen zu einer Galaxie. Mit dieser wunderschönen Vorführung waren die Islandpferdefreunde Wäller Wind auch schon zu Gast auf der HOP TOP Show bei der diesjährigen Equitana.  Natürlich durfte bei einer Islandpferde-Präsentation neben den „normalen“ Gangarten die Turbovarianten nicht fehlen. So zeigten Ivar Bretthower und Sleipnir den Renntölt, während Horst Habicht mit Prämienhengst Kristall frá Skardi und Ulrike Ketter mit Logi frá Midhvammi im Rennpass den Spruch vom „geölten Blitz“ bildlich werden ließen.

Und mit dem Weltmeister an den Leinen Thomas Köppen aus Dreieich-Offenthal konnte Landstallmeister Uwe Xanke den Zuschauern am letzten Hengstparadentag noch ein ganz besonders „Schmanckerl“ bieten. Mit seinen Fjordpferden Hjördis, Rex sowie Michel von Hartenberg und Halva von Hartenberg – beide übrigens aus eigener Zucht - wurde Thomas Köppen erst vor kurzem im dänischen Dorthealyst Mannschaftsweltmeister der Ponyfahrer im Viererzug und gewann zudem WM Bronze in der Einzelwertung. In Dillenburg demonstrierten der 23jährige mit seinem zwei- (Beifahrer Christian Köppen/ Daniel Fertig) und vierbeinigen Team recht eindrucksvoll, warum er mit Recht zur deutschen Spitzengruppe der Ponyfahrer gehört.

Wollte man ein Fazit zu den beiden Paradesonntagen aus Ponysicht ziehen, so würde es sicherlich so aussehen: die „Kleinen“ haben sich ganz groß ins Herz vieler Zuschauer geschlichen. 

Brigitte Rotter



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