Verband der Pony- und
Pferdezüchter Hessen e.V.
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4. FN-Bundeshengstschau Sportponys

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Neue Bundessieger in Berlin im Rahmen der Internationalen Grünen Woche ermittelt
Hessen stellt zwei Bundesreservesieger

In gleich elf Kategorien sind bei der vierten Bundeshengstschau Sportponys der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) vom 16.- 18. Januar 2015  Bundessieger ermittelt worden. 54 der insgesamt 62 gemeldeten Hengste aus allen deutschen Zuchtverbänden hatten sich im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin um die Titel „Bundessieger“ beworben.

Glaskopf Iwyn Diamond Heart beim Freispringen Diamond Heart und Pia Niehage

Die Hengste wurden zum einen in den rassespezifischen Schauwettbewerben beurteilt, bei denen sie Noten für ihr Exterieur sowie die Gangarten Schritt und Trab erhielten. Nach diesen Schauwettbewerben standen am Samstagnachmittag die stolzen Bundessieger der Rassen Deutsches Reitpony, New Forest Pony, Connemara Pony und Welsh Pony (Sektion B) und Welsh Cob (Sektion D) fest. Durch die Neuerung in der Ausschreibung bewiesen sich in diesem Jahr erstmals alle teilnehmenden Hengste ebenfalls in mindestens einem der angebotenen Sportwettbewerbe. Dabei konnten die Besitzer wählen, ob sie ihre Tiere im Freispringen und/oder im Reitponywettbewerb präsentieren wollten. Um jedem Hengst optimale Bedingungen und eine altersgemäße Prüfung zu bieten, erfolgte eine Unterteilung der Sportwettbewerbe in die Altersklassen  Altersklasse I (vier- bis sechsjährig) und Altersklasse II (sieben- bis zwölfjährig). Ermittelt wurde jeweils ein spring-, dressur- und vielseitigkeitsbetonter Siegerhengst je Altersklasse.

Berlin war auch für die fünf hessischen Hengsthalter allemal eine Reise wert, denn die „Grüne Woche“ ist für sich schon eine ganz besondere Veranstaltung, die es einmal zu besuchen lohnt.

Bereits am Donnerstag den 15. Januar waren die Teilnehmer aus dem gesamten Zuchtgebiet angereist. Vom hessischen Verband  waren die beiden Reitponyhengste Diamond Heart (Z.u.B.: Pia Niehage, Rimbach) und Shalom (ZG Grede, Frankenberg), der New Forest-Hengst Holthausen Elessar (Raymund Kamphuis), der Connemarahengst Glaskopf Iwyn (Dr. Sabine Bachmann, Glashütten) sowie der Welsh-Cob-Hengst H-S Major Tom (Familie  Dr. Klaus Spengler, Niedenstein) benannt worden und auch gut in Berlin angekommen.

Glaskopf Iwyn in der Zuchtschau Holthausen Belessar im Stand Holthausen Elesaar beim Freispringen

Bereits in den Schauwettbewerben konnten sich unsere hessischen Hengste erfreulich gut platzieren, um damit eine günstige Ausgangsbasis für die verpflichtenden Sportwettbewerbe zu schaffen. Die Sportwettbewerbe Freispringen und Dressur waren dann noch einmal altersmäßig unterteilt, wie bereits oben dargestellt.

Diamond Heart, der auffallende Palominohengst von FS Don´t Worry aus einer Mutter von Desert A.T., den Pia Niehage aus Rimbach 2008 gezogen hat, konnte gleich im Schauwettbewerb der Deutschen Reitponys einen hervorragenden 4. Platz in starker Konkurrenz belegen. Durch dieses Schauergebnis wurde er gleichzeitig mit dem begehrten Titel des „Bundesprämienhengstes“ ausgezeichnet..

Auch Shalom ein roanfarbener Sohn des Santiago x Top Derbino der Zuchtgemeinschaft Grede aus Frankenberg belegte in seiner Altersklase Platz vier.

Bei den New Forest-Hengsten konnte sich der hessisch gekörte und eingetragene Holthausen Elessar v. Jasper aus einer Mutter von Boy, den Raymund Kamphuis aus Nijbroek (NL) vorstellte, den Titel des Bundesreservesiegers sichern und wurde ebenfalls mit dem Titel „Bundesprämienhengst“ ausgezeichnet.

Leider nur mit einem Connemarahengst aus hessischer Zucht war unser Verband dieses Mal vertreten. Dennoch konnte sich Glaskopf Iwyn v. Imperator Melody  X Bruadar aus der Zucht und im Besitz von Dr. Sabine Bachman, Glashütten mit einem 1d-Platz gut behaupten.

Einen weiteren Bundesreservetitel gab es für H-S Major Tom v. Menai Sparkling Magic x Menai Sparkling Comet, den Familie Dr. Klaus Spengler, Niedenstein zum zweiten Mal bei der FN-Bundeshengstschau in Berlin vorstellte und jetzt auch mit dem Titel „Bundesprämienhengs“ dekoriert wurde.

Entsprechend der Ausschreibung mussten auch diesmal wieder alle Hengste in mindesten einem Sportwettbewerb an den Start gebracht werden um schließlich die Sieger bei den „springbetonten Hengsten“, den „dressurbetonten Hengsten“ und den „vielseitigen Hengsten“ zu ermitteln.

H-S Major Tom im Freispringwettbewerb H-S Major Tom in der Dressur Shalom

Alle hessischen Teilnehmer konnten in diesen Sportwettbewerben ihren positiven Eindruck aus den Zuchtwettbewerben bestätigen. Der Reitponyhengst Shalom, vorgestellt von Isabell Grede belegte sowohl im Dressurwettbewerb als auch im Springwettbewerb der 4-6jährigen Platz 10, was für ihn dann in der Endrangierung bei den vielseitigen Hengsten den 9. Platz ergab.

Tolle Resultate im Springwettbewerb gab es für Holthausen Elessar, der sowohl in dieser Disziplin, als auch bei den dressurbetonten- und den vielseitigen Hengsten mit dem Titel des Bundesreservesiegers ausgezeichnet werden konnte. Ein Erfolg, zu dem man seinem holländischen Besitzer Raymond Kamphuis ganz herzlich gratulieren kann.

Ähnlich erfolgreich platzierte sich der Reitponyhengst Diamond Heart in allen Disziplinen. Gut vorbereitet von Pia Niehage belegte er in der gleichen Altersklasse Rang drei im Springen, Rang drei in der Dressur und schließlich auch den 3. Platz bei den vielseitigen Hengsten.

Der energisch auftretende H-S Major Tom erzielte im Springen mit Platz fünf das beste Ergebnis aller Wels-Hengste, wurde unter dem Sattel von Juliane Jordan zehnter in der Dressur, was ihm am Ende Platz acht bei den vielseitigen Hengsten einbrachte.

Siegerehrung H-S Major Tom und Regina und Klaus

Glaskopf Iwyn, der Connemarahengst von Dr. Sabine Bachmann kam als zweitjüngster aller hessischen Hengste auf die Plätze 23. (Springen), 17. (Dressur) und 16. (vielseitige Hengste).

Als Fazit muss man diese 4. FN-Bundeshengstschau in Berlin als tolle Veranstaltung in Erinnerung behalten, denn sie war eine Werbung für die deutsche Ponyzucht im Rahmen einer bedeutenden internationalen Veranstaltung, der Grünen Woche.

Viele begeisterte Zuschauer konnten über drei Tage dieses einzigartige Schaufenster nutzen und sich über die Leistungsfähigkeit der Sportponyzucht in Deutschland informieren. Der Ponyverband Hessen kann stolz sein auf seine Hengste und deren Besitzer und Aussteller, die einmal mehr zeigen konnten, dass sie die Konkurrenz im bundesweiten Vergleich nicht scheuen müssen. Alle waren sich einig: Berlin-wir kommen wieder.

Klaus Biedenkopf

Die Einzelergebnisse


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