Verband der Pony- und
Pferdezüchter Hessen e.V.
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SCHAUEN & FESTE

Nordhessische Ponyschau Homberg/Efze 2012

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Eine schon traditionelle und beliebte Veranstaltung im Terminkalender der nordhessischen Ponyzüchter und -freunde ist die nordhessische Ponystutenschau, die, wie schon in den vergangenen Jahren im Rahmen des Tags der Land- und Forstwirtschaft  am dritten Septembersonntag in Homberg/Efze stattfand.



Neben einer breit gefächerten Ausstellung rund um die land- und forstwirtschaftliche Erzeugung und Vermarktung sowie einer Präsentation von Rindern, Schafen und Lamas, gab es wieder die ebenfalls fest dort etablierte Trakehnerzuchtschau, einen Kälber- und Rinderwettbewerb und eine Border-Collie Vorführung auf dem schön gelegenen Stadiongelände oberhalb der Stadt Homberg/Efze zu sehen

Für die, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Pony- und Pferdezüchter Hessen ausgeschriebene Ponyschau waren rund 55 Ponystuten unterschiedlicher Rassen  gemeldet. Die zahlenmäßig stärksten Rassegruppen stellten die Kleinponyrassen.

Im Ring der jüngeren Partbred Shetlands rangierte die mit viel Rasse- und Geschlechtstyp ausgestattete dreijährige Lendorfs Kaja vorn. Die von Valum van de Kuper aus der bewährten Kyra v. Keith of the Rovers Inn abstammende Prämienstute  überzeugte nicht zuletzt durch ihre guten Bewegungen und verlies den Schauplatz auch als Gesamtsiegerin der Rassegruppe Partbred Shetland. Züchterin und Besitzerin ist Sylvia Lohmann, Borken, die mit der siebenjährigen Bellice (v. Emergente a. d. Beauty v. Marquis) auch die Siegerin der älteren Partbred-Klasse stellte.

Immer wieder ein züchterisches Highlight ist die Ausstellung von Stutenfamilien. Dies spricht  für ein besonderes Engagement der Züchter und bietet die Möglichkeit, den  Zuchtfortschritt innerhalb eines Bestandes darzustellen. Zwei gute Partbred-Stutenfamilien kamen in Homberg zur Bewertung. Sylvia Lohmann stellte ihre Familie der Katinka mit deren Töchtern Kyra, Kimara und Enkelin Kaya vor und Christian Derx, Naumburg, trat mit Malivica und deren Nachzucht Daytoona und Shalimar an, musste sich aber in der Rangierung mit seinen Stuten hinter der ausgesprochen qualitätsvollen Katinka-Familie einreihen.

Die zweijährige Helena (v. Nelson v. Hoeve Eelwerd a. d. Hexe v. Noble Star) wusste im Ring der jüngeren Shetlands am besten zu gefallen. Sie stammt aus der Zucht und dem Besitz der ZG Burkhardt-Gärtner, Schlitz. Bei den älteren Shetlands setzte sich die aus dem gleichen Zuchtstall stammende  neunjährige Prämienstute Tosca v. d. Breeweg (v. Duco v. St. Rosita de Heegh a. d. Gipsy v. Chicago v. h. Woudal) an die Spitze, die auch den Gesamtsiegertitel der Shetlands für sich beanspruchte.

Amelie Arabella Ariane

Mit ihren leichtfüßigen Bewegungen machte Ballerina vom Schedetal (v. Jo-Co's KC Coyne Connection a. d. Baccara v. Schedetal v. Jacob's Krönung) ihrem Namen alle Ehre. Sie tanzte geradezu über das Vorführdreieck und an die Spitze im Ring der dreijährigen Deutschen Classic Ponys. Aussteller ist die ZG Zimmermann, Scheden, die mit der elfjährigen Farida (v. Justin a. d. Flamingo v. Pierre vom Talhof) auch die in der Klasse der älteren Classic Ponys vorn gehende Gesamtsiegerin der Deutschen Classic Ponys stellte.

Zwei Dartmoor-Stuten aus dem Zuchtbetrieb der Familie Katzmann in Heringen traten gegeneinander an. Hier setzte sich die vierjährige  Arabella (v. Starboard a. d. Alexa v. Moortown Rambler)  gegen  ihre Stallkollegin durch und holte sich zudem den Gesamtsiegertitel bei den Reitpony- und Spezialrassen.

Farida Helena Lendorf´s Kaja

Leider kam nur eine Deutsche Reitponystute zur Bewertung, die ihre Rasse aber hervorragend vertrat. Edel und in sich ruhend, präsentierte sich die siebenjährige Cleo San (v. Halifax a. d. Carmen v. Kaiserjäger xx) mit einem trockenen Fundament, zeigte einen guten, geregelten Schritt und leichtfüßigen Trab. Sie wurde ausgestellt von Heiko Nöll, Schwalmstadt.

Die ZG Bruggemann-Pfaff aus Neuenstein hatte vier gute Fjordstuten mit nach Homberg gebracht und stellte die Siegerinnen beider Ringe und damit auch die Gesamtsiegerin der Rassegruppe Fjord, der an die zehnjährige Amelie (v. Balony a. d.  Alaska v. Oelve) ging. Sie hatte sich mit ihrem enormen Stutencharme an die Spitze der älteren Fjords gesetzt. Während die ebenfalls sehr feminine und rassetypische fünfjährige Liv von der Amalienruh (v. Hermanto a. d. Linka v. Hegdal) bei den jüngeren Fjords die Spitze einnahm.

Die beiden Rassegruppen Haflinger und Edelbluthaflinger waren aufgrund einiger Ausfälle zu einer Rassegruppe geschrumpft, machten dies aber mit der durchweg guten Qualität der ausgestellten Stuten wieder wett. Allen voran die herausragende elfjährige Edelbluthaflinger-Prämienstute Ariane (v. Arlequin a. d. VES Annabell v. Asko). Eine Topstute ihrer Rasse, die, sich ihrer Schönheit geradezu bewusst, gelassen schreitend den Ring betrat und sich in jeder Hinsicht hervorragend präsentierte. Sie trug nicht nur den klaren Sieg in dieser Klasse in den Zuchtstall Trabert in Nüsttal-Rimmels sondern erhielt zudem eine Ehrenmedaille als höchstbewertete Stute der Schau.

© Text und Fotos: Sylvia K. Brehm



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