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SCHAUEN & FESTE
Welsh – Bundesschau 2010
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Lena Elzer mit Murano, Foto: J. Vogel

Dass einige Hessen völlig durchnässt waren nach der 34. Welsh – Bundesschau, lag nicht nur an der feuchten Witterung, sondern auch am unfreiwilligen Abschlussbad in der Wasserdurchfahrt des Reitvereines in Ostbevern.

Mit dem Ausspruch: „Champions müssen einfach baden gehen“, wurden die neue Freizeitreiterchampionesse Lisa Kubetz, die alte und neue Welsh Trophy Gewinnerin Sissy Wirth, die Freizeitfahrerchampionesse Lena Elzer und die Vize – Championesse in der Junior Trophy Nele Hoffarth zur Freude der Zuschauer „liebevoll gewässert“ !

Bei der über drei Tage dauernden Welsh Bundesschau sammelten die Teilnehmer Punkte im Dressurrreiten, Trail, Gelände, Springen, Fahren und der Zucht, um am Abschluss die Siegerschärpen, Schleifen  und Pokale in Empfang  nehmen zu können.

Der Freitag begann mit der Rittigkeit und den Geländeprüfungen. Nach einer ziemlich vermasselten Rittigkeit war sich Lisa Kubetz schon sicher, dass diese Bundesschau wohl nicht „ihre“ sei. War ihr Welsh - Cob Wallach Millstone Chapman in der Dressur zu guckig, hatte er jedoch in der anschließenden Geländeprüfung genau die richtige Pace, um die schnellen 10 km mit Hindernissen und Trailaufgaben zu absolvieren. Ohne Zeitfehler konnten die beiden die Geländeprüfung für sich entscheiden und das, obwohl ab Kilometer drei die Stoppuhr ihren Dienst verweigerte. Dicht gefolgt und auf dem zweiten Platz im Gelände eine andere wohlbekannte hessische Teilnehmerin. Natürlich hatte Sissi Wirth vom Connemara Gestüt Kinzighausen keinen Connemara unter dem Sattel, sondern ihren schon neunzehnjährigen auffallenden Palomino Welsh Cob Wallach Brooks Dorello und mit dem hatte sie bereits die Rittigkeit gewonnen! Lisa und Chapman konnten zu diesem Zeitpunkt an einen Sieg nur unter sehr günstigen Bedingungen, für den dritten Teilbereich der Prüfung, den Trail, denken.

Lisa Maria Kubetz auf Millstone Chapman,
Foto: M. Rosenthal
Sheraton
Sybille Wirth auf Brooks Dorello, Foto: J. Vogel
Nele Hoffarth mit Millstone-Voodoo, Foto: J. Vogel

Das erste mal wurde auch für die Junioren ( bis 16 Jahre) eine Geländeprüfung angeboten, die Nele Hoffarth und ihre Welsh Partbred Stute Millstone Voodoo auch gewonnen hätten, wenn, tja, wenn eben diese Wasserdurchfahrt nicht gewesen wäre....die fand die hübsche Voodoo nun doch zu nass, um auf Anhieb reinzulaufen und so blieb es am Ende bei einem ordentlichen vierten Platz in der Geländeprüfung.

Auch Lena Elzer legte am Samstagmorgen mit ihrem kleinen, nur 137cm großen Welsh Partbred Wallach Murano durch den zweiten Platz in der Freizeitfahrereignung den Grundstein für ihren Championatserfolg. Die Freizeitfahrerhindernissprüfung beendete sie mit dem siebten Platz und so hing auch bei ihr der Championatserfolg an der, für sie letzten Teilprüfung am Sonntag, der Geländeprüfung.

Ein anderer Modus gilt für die Trophy Wertungen, die jeweils das vielseitigste Pony / Reiter berücksichtigen. Die Teilnehmer an diesen Wertungsprüfungen müssen aus den verschiedenen Teilbereichen Punkte sammeln ( Dressur, Springen, Gelände, Trail und Zucht ).

Dies taten  Nele Hoffarth und Sissi Wirth besonders erfolgreich. Nele erritt und erkämpfte sich mit dem zweiten Platz in der Sattelklasse, dem zweiten Platz im Mini Trail, dem vierten im Elementarspringen, dem zehnten in der Rittigkeit und schließlich dem Sieg in der großen Junior Handling Klasse wertvolle Punkte, die ihr den großartigen zweiten Platz in der Junior Trophy sicherte.

Aber auch die, wie Nele,  ebenfalls vierzehnjährige Katharina Spengler mit ihrer Welsh Cob Stute Bergtor Momo ritt sich wacker durch alle Teilbereiche und erreichte gute Platzierungen.

Sissi sammelte wertvolle Punkte durch die Rittigkeit und die Geländeprüfung, sowie im Welshhunterspringen und den Trail, den der gute Durello tatsächlich zum ersten Mal in seiner Laufbahn absolvierte. Wie befand seine Reiterin verschmitzt: „Er ist jetzt alt genug dafür!“

Am Sonntag kam es dann für die Reiter und Fahrer zum großen Show – Down. Lisa brauchte mindestens fünf Strafpunkte weniger wie Sissi, um zu gewinnen – es waren genau fünf und eine der knappsten Entscheidungen....und einer der schönsten Siege, denn die mit den Tränen kämpfende Lisa wurde aus vollem Herzen von der Vize Championesse in der Freizeitreitervielseitigkeit Sissi Wirth beglückwünscht. Somit konnte Sissi Wirth einen grandiosen Doppelerfolg feiern! Auch die Ausrede „Ich hab Rücken“, half nicht vor dem Bad im Teich, doch muss gesagt werden, dass sie besonders schonend von Malte Hoffarth ins Wasser abgelegt wurde....

Lena Elzer machte mit dem zweiten Platz in der Freizeitfahrergeländeprüfung ebenfalls den Sack zu und fuhr mit dicker schwarz-rot-gold Schärpe nach Hause, welches zwar eigentlich in der Pfalz liegt, aber da sie im hessischen Ponyzuchtverband zu Hause ist, ihr Start doch hessisch zählt! Der zweite Platz der Trophy war dann für sie, das Bonbon obendrauf.

Den dritten Platz in dieser begehrten Prüfung sicherte sich die dritte Hessin Karin Bardenbacher und der altbekannte Welsh Partbred Wallach Nino. Immer im vorderen Bereich platziert, ergab sich zur Endabrechnung eine beachtliche Summe und damit die hervorragende Platzierung in der Trophy für das routinierte Team!

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Zuchtschau. 136 Welsh Ponys, Cobs und Partbreds wurden auf zwei Ringen von Hans Schuhmacher (Welsh A, B , Pb) aus Otterndorf und Mrs.Phillipa Owens vom Cascob Gestüt aus Wales (Welsh C und D) gerichtet.

Auch hier waren selbstverständlich einige Hessen am Start, die ausgesprochen erfolgreich abschneiden konnten!

Der neue Bundessieger der Welsh Partbreds heißt Sheraton, ist Hengst, erst drei Jahre alt und gehört der stolzen Züchterin Isabell Grede aus Frankenberg. Die Siegerstute Welsh Partbred und Reserve- Bundessiegerin heißt Millstone Voodoo und wurde exzellent von der mindestens genauso stolzen Nele Hoffarth vorgeführt, deren Mutter den Sieg mit: „Beide aus eigener Zucht“, freudig kommentierte. Bemerkenswert, dass die Eltern der Siegertiere zum einen der Vater von Sheraton,  Santiago und die Mutter von Millstone Voodoo , die Welsh B Stute Veronika Vollgeschwister sind. Auch die Reservesiegerstute der Partbreds, die siebenjährige Naima der Familie Daigorat kommt aus dem hessischen Zuchtgebiet und konnte in der großen Partbred Klasse überzeugen. Ein schöner Erfolg der hessischen Züchter in der westfälischen Hochburg der Partbreds.

Doch die Hessen konnten auch Mrs.Owens überzeugen. Ein hervorragender zweiter Platz bei den 3 – 6 jährigen Welsh Cob Stuten ging an Bergtor Welsh Medleen, die diesen Erfolg in der Sonderprüfung der Dreijährigen im Welsh Derby wiederholen konnte und freute die Züchter und Besitzer Regina und Klaus Spengler aus Kirchberg ganz besonders.

Der dritte Platz konnte ebenfalls nach Hessen gehen, denn mit der vierjährigen Majestic Eternity konnten die Züchter Kirsten und Ali Aslan, Dietzhölztal nicht nur diesen Erfolg verbuchen, sondern mit deren Hengstfohlen Majestic Maddox noch den zweiten Platz  in der Welsh Cob Fohlenklasse erringen.

Nachdem es ab Sonntag Mittag zum Teil heftig regnete, fand die Abschlussparade der Sieger etwas durchweicht, aber trotzdem sehr ehrenvoll statt. Steht man am Ende eines solchen Mammut - Wochenendes als Sieger auf dem Platz und hört dann die Nationalhyme, dann kann man doch wahrlich stolz sein auf die erbrachte Leistung und auch ein bisschen ergriffen.

Und der Sekt aus dem Pokal schmeckt auch im Regen, wie die erfolgreichen Hessen feststellen konnten!

Die vollständige Ergebnisslisten sind unter www.IG-Welsh.de nachzulesen.

IGW – Regionalgruppe Hessen


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