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SCHAUEN & FESTE
Hessische Regionalschau der IG Welsh in Alsfeld-Eifa
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Auch in diesem Jahr fand die hessische Regionalschau auf dem traumhaften Gelände des Kastanienhofs der Familie Marx in Alsfeld-Eifa statt. Dass diese bewährte Stätte wieder einmal die erste Wahl war, zeigte sich schon in den Tagen unmittelbar vor der Schau: Nach heftigen Unwettern wurde „Land unter“ aus Eifa gemeldet und die Schau drohte im wahrsten Sinne des Wortes, ins Wasser zu fallen. Kurzerhand wechselte man in die Reithalle und auf den Allwetter-Reitplatz, so dass die teilweise sehr weit angereisten Welshfreunde doch noch eine harmonische Schau mit vielen qualitätsvollen Ponys abhalten konnten.

Knapp 80 Ponys aller Sektionen konkurrierten alleine in der Zuchtschau. Die Veranstaltung wurde von einer großen Wallachklasse eröffnet. Familie Wedemeyer aus Groß-Umstadt freute sich über den Sieg ihres Welsh Mountain-Wallachs Moorwegs Sunny vor seinem Stallgenossen, dem Welsh Cob-Wallach Merit Chaplin.

Den weiteren Vormittag gestalteten die Fohlenklassen. Mit ausgezeichnetem Typ versehen, entschied die kleine Welsh B-Stute Schäferhof’s Dream Girl v. Firwood’s Lord Riordon das Fohlenchampionat für sich und holte somit die u. a. von der Firma Josera gestifteten Ehrenpreise in den Stall ihrer Züchter und Besitzer Carmen und Harry Wolf aus Ilmtal-Geilsdorf.

In diesem Championat nur knapp geschlagen geben musste sich der trab- und knochenstarke UNICA Sir Rocket, ein Sektion C-Hengstfohlen von Nebo Bouncing Rocket, dessen Züchter und Besitzer, Familie Markl aus Schwarzach, die weite Anfahrt aus Baden-Württemberg nicht gescheut hatten.

Tagessieger H S Major Tom

Das stark besetzte Jugendchampionat sicherten sich zwei Halbschwestern, beide von Millstone Caerleon abstammend. Über den Siegertitel und somit auch den Ehrenpreis des Verbandes der Pony und Pferdezüchter Hessen für die beste hessisch gezogene Jungstute (1 - 3 jährig) konnte sich Familie Hoffarth, Lohra freuen. Ihre schon mit viel Stutentyp ausgestattete zweijährige Welsh Cob-Stute Terra Amicelli steigerte sich mit jeder Trabrunde und verwies die Konkurrenz aller Sektionen auf die Plätze. Den Reservesiegertitel feierte Ursula Keil aus Grebenhain als Züchterin und Besitzerin der ebenfalls zweijährigen TripleG Rhapsodie. Die fundamentstarke Dunkelfuchsstute bestach mit viel Cobtyp und „bones and feather“, wie es im Mutterland heißt.

Die Welsh Mountain Ponys (Sektion A) boten ein spannenden Sektionschampionat, das schließlich die ausdrucksstarke und bereits hochdekorierte Cordial’s Amber v. Vechtzicht’s Cymro Bach, in Besitz von Julia Stiem, Ingersleben für sich entschied. Reservechampion wurde der Fuchshengst BLD Freddie Mercury v. Bergischland Frederic, aus dem Stall von Joachim Völksen, Hannover. Der sympathische Fuchshengst hatte den Richter Hans Schumacher aus Mahrdorf schon in einer stark besetzten Hengstklasse mit viel Rahmen und raumgreifenden Gangwerk überzeugt.

Dass gutes Stutenmaterial die Grundlage erfolgreicher Zucht ist, bewies einmal mehr die Welsh B-Stute Dally v. Breeton Dai. Die Mutter des Fohlenchampions wurde unter anderem für ihren klaren Bewegungsablauf gelobt und sicherte sich den Titel „Reservechampion Sektion B“ für ihre Besitzer Carmen und Harry Wolf, Ilmtal-Geilsdorf. Sie musste sich nur dem ganggewaltigen Schimmelhengst Santiago v. Schwalmprinz, im Besitz von Isabell Grede, Frankenberg/Eder geschlagen geben.

Bei den Welsh Ponys im Cob-Type (Sektion C) wurde leider nur ein erwachsenes Tier vorgestellt. Die in Wales gezogene Stute Neuaddparc Maid of Honour bezauberte mit Typ, Charme und Bewegung und bescherte den glücklichen Besitzern, Familie Markl nach dem Fohlenreservechampionat nun auch das Sektionschampionat.

Das Sektionschampionat der Welsh Cobs machten die Hengste unter sich aus. Reservesieger wurde der erst 3-jährige Chery Jamiro v. Pentrefelin Jake, versehen mit viel Qualität und Präsenz. Mit ansprechendem Bewegungsablauf konnte der 5-jährige Hengst H-S Major Tom v. Menai Sparkling Magic aus der Zucht von Heinz Spiekermann und in Besitz von Familie Klaus Spengler, Niedenstein bereits in der ersten Trabrunde die Sympathien von Publikum und Richter für sich gewinnen. Im Endring konnte er sich dann auch gegen die starke Konkurrenz durchsetzen und wurde, begleitet von lautstarker Unterstützung der Zuschauer, mit dem Tagessieger-Titel ausgezeichnet.

Aus der zahlenmäßig größten Klasse ging die Reservesiegerin der Welsh Partbreds (Welsh Ponys mit mind. 12,5 % Welshblut-Anteil) hervor. Navarra v. Charm of Nibelungen sicherte mit harmonischem Exterieur und elastischem Antritt für ihre Züchter und Besitzer Familie Marx aus Eifa das Reservesektionschampionat. Sheraton v. Santiago eiferte seinem Vater nach und gewann ebenfalls das Sektionschampionat. Doch damit nicht genug, trabte der 3-jährige Dunkelschimmel, der auch für seine hervorragenden Reitpferdepoints gelobt wurde, bis zum Reservetagessieger und brachte damit seiner Züchterin und Besitzerin Isabell Grede, Frankenberg den Hattrick.

Das erstmals ausgeschriebene Junior-Handling wurde in zwei Abteilungen gerichtet. Bei den 12-jährigen und älteren Handlern gab es einen Doppelsieg. Nele Hoffarth mit Millstone Voodoo und Lea Lauber mit Vis-a-Vis stellten die beiden Partbredstuten so gekonnt vor, dass Richter Hans Schumacher nur Lobesworte fand. Bei den jüngeren Vorführern siegte erneut die Palominostute Vis-a-Vis, diesmal an der Hand der 7-jährigen Mara Wagner.

Souverän wurden die Sportklassen von Ilka Rosenthal gerichtet. In der Führzügelklasse siegte die jüngste Reiterin, Lilly Klose auf Moorwegs Sunny (Sek. A). Die First Ridden-Klasse wurde von der bereits erfahrenen Anna-Sophie Reinecke mit ihrer Schimmelstute Fleur (Sek. A) gewonnen.

Die Sattelklasse war auch in diesem Jahr stark besetzt und so konnte sich Nele Hoffarth auf Millstone Voodoo ganz besonders über den Sieg freuen. Die Fremdreiterin Amanda Langer hob die Rittigkeit der Partbred-Stute besonders hervor, so dass der Vorjahressieger Murano (Sek. Pb) mit seiner Reiterin Hannah Elzer und Niami (Sek. Pb) mit Anne-Maryl Hendriks auf die Plätze verwiesen wurden.

Doch Murano dominierte den Sportteil an diesem Tag. Weder im Hunterspringen, noch bei der Gehorsamsprüfung an der Hand war an ein Vorbeikommen an Lena Elzer und ihrem schwarzbraunen Wallach zu denken. In beiden Prüfungen musste sich Sebastian Wölfel auf Ann-Kathrin (Sek. Pb) mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Und auch Lenas Schwester, Hannah Elzer, gewann mit Murano den gerittenen Trail vor Nele Hoffarth und Millstone Voodoo, die sich aber mit diesem zweiten Platz den Ehrenpreis des Hessischen Ponyzuchtverbandes „Bestes Pony Zucht und Sport“ sichern konnte.

Am Ende des Tages zeigte sich das Wetter doch noch von seiner besten Seite, so dass so mancher Aussteller – trotz des anstehenden Deutschlandspiels – den Tag im Alsfelder Sonnenschein im Kreise der Welshgemeinde ausklingen  ließ. Dank der ausgezeichneten Unterstützung der Firma Josera, RV/VTV und zahlreichen Ehrenpreisen konnten die Teilnehmer aus Zucht und Sport reich bestückt die Heimreise antreten.

v. Christina Huke


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