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SCHAUEN & FESTE
Kaltblutpferde – starke Partner bei Arbeit und Freizeit
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so lautete das Motto der 13. Kaltblutschau am Sonntag, 20. Juni 2010 in Heppenheim.

Nach der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Andrea Pfeilsticker, die Grußworte des Bürgermeisters und des Landrates sowie der Vertreterin des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, dem der Erlös als Spende des RuF Heppenheim zufliest, Bruno Fetsch, dem Begründer der Kaltblutschau und der Pferdesegnung übernahm Klaus Biedenkopf das Mikrofon, um in bewährter Weise mit viel Humor und seinem riesigen Fachwissen die Schau zu moderieren.

Beginnend mit der freilaufenden Herde Fjordpferde von Alexander Jäger,bei der auch die jüngsten Fohlen mitliefen, wurden im ersten Rassenschaubild die Pferderassen präsentiert, die früher als Arbeitspferde tätig waren, aber keine ausgesprochenen Kaltblutpferde sind: Fjordpferde, Haflinger, Isländer, Mangalarga Marchador, Curly, Creolo, Ponys, Friesen usw., um an deren Leistungen in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Transportwesen, Bergwerken u.a. zu erinnern.

Im Pony-Workshop zeigten unsere jungen Reiter ihr Können. Zwei der Ponys sind Schulpferde beim RuF.

Beim Forstwirtschaftsschaubild ging es dann für die Starken richtig los: Stämme ziehen, Pflug und Egge zur Waldbodenbearbeitung, Holzschlitten. Die Dicken zeigten, wie mühelos man mit schweren Arbeiten im Wald fertig wird.

Nach dem eher etwas ruhigeren Schaubild wurde es nun lebhaft: der Kutschenkorso. Fahrer der Ein- spänner, Zweispänner und Vierspänner präsentierten ihre Gespanne und Kutschen. Die Zuschauerkinder freuten sich riesig, als sie auf den Kutschen mitfahren durften.

Im anschließenden Kürdrama der Voltigierjugend mit Anna Pfeilsticker mussten die Feen die Dämonen besiegen, nach langem Kampf gelang dies auch.

Robert Schmitt vom Gestüt Kreiswald zeigte seine Isländer später auch die Mangalarga Marchador und Jürgen Holz die Creolo’s. Diese Gangpferderassen begeisterten die Zuschauer mit ihren tollen Gängen und Bewegungen.

Im Landwirtschaftlichen Schaubild sah man in Anspannung die Kaltblüter am Pflug, der Egge, dem Heuwender, Saatwagen und einem neu entwickelten Vorderwagen, an dem alle neuartigen landwirtschaftlichen Geräte angehängt und von Kaltblutpferden gezogen werden können.

Dann endlich war es soweit: im Rasseschaubild arbeitete Klaus Biedenkopf die Unterschiede und verschiedenen Abstammungen der Kaltblutrassen heraus: Ardenner, Belgier, Comtois, Clydesdale, Freiberger, Noriker, Pfalz-Ardenner, Rheinisch-Deutsches Kaltblut, Schwarzwälder Kaltblut, Shire horse, Süddeutsches Kaltblut und Tinker, die alle gezeigt wurden.

Beim Therapeutischen Reiten mit Sigrid Rettig vom TRAB e.V. waren ebenso Kaltblüter (Tinker) dabei wie bei den Flotten Schotten die Clydesdale. Beim Taxi Andalus zeigte Simone Heyer mit Limonero, ihrem Andalusier-Hengst, wie in Andalusien zwei Reiter elegant auf einem Pferd zum Fest reiten. 16 „Schwarze Perlen“ zeigten mit der großen Quadrille wie Eleganz, Brillianz und Fantasie in der Dressur aussehen.

Zur Erheiterung der Zuschauer zeigte Mara Rettig’s Schimmel Fidelio auch sein Sportprogramm in der Freiheitsdressur: Ballspielen, Seilspringen, Podestbesteigen u.ä. während sich  der Curly- Hengst Teoc’s Painted Levi in ruhiger eleganter Manier präsentierte.

Manchmal taten einem die lebenden Hindernisse schon leid, die Nibelungen - Quadrille (8 Kutschen Zweispännig) aus dem Odenwald donnerten über den Platz und zeigten ihr fahrerisches Können.

Danach zurück ins finstere Mittelalter: Fritz, der Unbeugsame; Dietrich, der Furchtlose und Harry, der Schmied: die Storchenhof-Streitwagen-Besatzung mit dem Comtois, Fee und Cyrie, die auch ihre Fohlen mitgebracht hatten, zeigten die geworfene Streitaxt, sonstige Waffen und Morgensterne und bekämpften die Ziele.

Wesentlich ruhiger die Freiheitsdressur von Peter Giegerich: seine Noriker verladen sich unter anderem selbst, ohne Strick, Halfter und ohne anführen.

Großen Anklang beim Publikum fanden die Dressurpräsentationen der Dressurdamen des RuF präsentiert von Renate Peltzer, die sehr fein und deutlich erkennbar die Unterschiede der Klassen A bis S herausarbeiten lies.

Arbeiten im Wald: Ardenner und Belgier von Volker Schmelz zogen einen Riesenstamm vorwärts und rückwärts, löschten damit Feuer und Volker arbeitete mit laufender Kettensäge zwischen den Beinen seiner Kaltblüter, die sich nicht aus der Ruhe bringen liesen.

Die Dressur-Kür von Friese-Schwarzwälder-Friese sowie die Vierer-Quadrille der Shire horse vom Dudelhof beendeten den Dressurteil.

Abschließend noch ein Hindernisfahren nach Zeit der Ein- und Zweispänner, die Parcours-Besichtigung und Vorstellung der Teilnehmer nahm Klaus Biedenkopf vom Bock der Postkutsche aus vor, diese fuhr auch beim Hindernisfahren mit.

Die Kaltblutschau war eine rundum gelungene Veranstaltung.

Nächste Kaltblutschau: 19. Juni 2011 in Heppenheim.


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