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SCHAUEN & FESTE
33. Bundesschau der IG Welsh in Grünberg
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Nur eine Woche nach der IG Fjord zogen die Welshponys auf die großzügige Anlage des RuF Grünberg, die vom Helferteam rund um Iris Magel optimal vorbereitet wurde.

Auch der Züchterabend am Samstag wurde von den Hessen, insbesondere von Claudia Hoffarth, bestens organisiert. Bei dem gebotenen Schauprogramm blieb sicherlich kein Auge trocken.


Bergtor Miss Lilly Klassensieger D-Stutfohlen Foto J. Vogel
Trotz durchwachsener Vorhersagen blieb der Wettergott gnädig und hielt die Niederschläge weitgehend im Zaum. Kein Grund für knapp 100 Aussteller ihre Welshponys und Cobs nicht in zahlreichen Zucht-, Sport und welshspezifischen Prüfungen antreten zu lassen. 178 Meldungen versprachen Abwechslung und Spannung beim Höhepunkt im deutschen Welsh-Jahr, zu dem auch Teilnehmer aus Österreich und Dänemark angereist waren.

An allen drei Tagen wurde die Veranstaltung von Florian Lissman gekonnt musikalisch untermalt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an ihn.

Natürlich stellten sich auch zahlreiche Hessen der Konkurrenz und zeigten, dass sie den bundesweiten Vergleich nicht scheuen müssen. Selbst die jüngsten Reiter zeigten, dass mit Hessen stets zu rechnen ist und sicherten sich in der Führzügelklasse Platz 1 (Celina Birnek mit Lagona Fiona, Welsh C Stute) und Platz 2 (Emily Klose auf Follow Me v. Alten Grenzhof, Welsh C Hengst).

Im Satteltrabrennen, einer Prüfung in der die Ganggewaltigkeit der Welsh eindrucksvoll gezeigt wird, holte sich Stefanie Brüggenolte (Kassel) mit Bergtor Charlino, einem Welsh D Wallach, nach einem spannenden Rennen mit mehreren Qualifikationsläufen den zweiten Platz.

In der Sattelklasse zeigte Karin Bardenbacher (Knüllwald-Hergetsfeld) mit ihrem Fuchswallach Nino W (Welsh Partbred), dass auch hessische Ponys eine Prüfung nach walisischem Vorbild erfolgreich absolvieren können. Sie setzte sich nach den Teildisziplinen Reiten in der Gruppe, Einzeldressuraufgabe und Fremdreitertest auf Platz zwei. Doch dies sollte nicht der einzige Erfolg der beiden an diesem Wochenende bleiben. Mit einem zweiten Platz in der Freizeitreiter-Rittigkeit und einem Sieg in der Freizeitreitergeländeprüfung erkämpfte sich das Paar einen dritten Platz in der Gesamtwertung der Freizeitreitervielseitigkeit gegen starke Konkurrenz. Damit jedoch nicht genug, zeigte Karin Bardenbacher konstant gute Ritte in allen drei ausgeschriebenen A-Dressuren und komplettierte ihren Erfolg mit einem dritten Platz im Dressurchampionat.

Auch im Springen brauchten die hessischen Welsh sich nicht zu verstecken. Das Geschicklichkeitsspringen (analog einer Punktespringprüfung) blieb nahezu in komplett hessischer Hand. Katrin Schudt, Laubach-Lauter mit Pennal Fancy (Welsh D Stute)platzierte sich auf Rang 2 vor Sybille Wirth, Wächtersbach mit Brooks Dorello (Welsh D Wallach), und Yasmin Salem, Limburg mit Lagona Fiona (Welsh C Stute). Katrin Schudt erreichte außerdem im Springchampionat den zweiten Platz.

Doch nicht nur unter dem Sattel konnten die Hessen punkten. Auch in den zahlreichen Zuchtklassen musste man mit ihnen rechnen. Mr. J. W. Morris vom Aberconwy Gestüt in Wales und W.-H. Hüggenberg vom Bimberg Gestüt in Unna hatten am Sonntag die schwierige Aufgabe, aus 125 Tieren in 28 Klassen die Bundessieger der einzelnen Sektionen und schließlich den Tages- und Reservetagessieger zu wählen.

Follow Me vom Alten Grenzhof Bunesres.sieger C Foto J. Vogel
Millstone Vip Klassensieger B-Fohlen
Foto F. Rosenthal
Pennal Fancy unter Katrin Schudt
2. Spring-Championat
Foto F. Rosenthal

Theresa Kessler aus Marburg stellte ihre bereits 21jährige Welsh Mountain (Sek. A) Stute Candy v. Tan Lan Cefni vor und freute sich in der starken Stutenklasse über Platz 2, ebenso wie Sybille Wirth (Wächtersbach), die den 17jährigen Welsh-Cob Brooks Dorello in der Wallachklasse (alle Sektionen) zu Platz 2 führte. Schöne Beispiele, dass auch ältere Tiere nicht die Konkurrenz scheuen müssen und entsprechend herausgebracht durchaus noch schautauglich sind.


Ray of Light vom Alten Grenzhof Res.siegerhengst D, Foto J. Vogel


Vis-A-Vis Bundesres.sieger Welsh-Partbred, Foto F. Rosenthal

Bei den Fohlen der Sektion B (Welsh Riding Pony) konnte Millstone VIP v. Hondsrug Puccini von Familie Hoffarth, Lohra überzeugen und gewann diese Klasse. Ein guter Beweis für vorzügliches Zuchtmaterial in Hessen, denn ihre Halbschwester Millstone Voodoo v. Power and Paint konnte sich bei den erwachsenen Welsh-Partbred-Stuten hinter der ebenfalls aus dieser Stutenfamilie stammenden Vis-a-Vis v. Saipan auf Rang drei platzieren. Die Palominostute Vis-a-Vis rundete den Erfolg sogar noch mit dem Reservesiegertitel der Sektion Partbred ab.

Die weltweit seltenste Sektion, die Welsh Ponys im Cobtyp (Sek. C), konnte mit erfreulich qualitätsvollen Tieren aufwarten. Und obwohl Follow Me v. Alten Grenzhof, in Besitz von Beate Krapf, Neu-Isenburg der einzige vorgestellte Hengst dieser Sektion war, konnte er den Richter aus dem Mutterland überzeugen. Der Goldfalbe bestach mit Typ, Gang und Charme und konnte sich am Ende über den Reservebundessieger-Titel der Sektion C freuen. Geschlagen geben musste er sich nur der erfolgsgewohnten Deroks Lady Janet (M. Schmidt, Korschenbroich), die schließlich auch den Titel des Tagesreservesiegers gewann.

Die Sektion der Welsh Cobs (Sek. D) war erwartungsgemäß die am zahlreichsten vertretene. Umso beachtlicher, dass die hessischen Aussteller hier am deutlichsten punkten konnten. In einer großen Stutfohlenklasse freute sich Familie Spengler aus Niedenstein über einen 1. Platz mit Bergtor Miss Lilly v. HS Major Tom und einen dritten Platz mit Bergtors Roxanne v. Deroks Mister Milten. Fortgesetzt wurde der Erfolg des Bergtor Gestüts mit dem zweiten Platz von HS Rachel v. Menai The Rector in einer stark besetzten Klasse der Stuten mit Fohlen.

Ebenfalls einen zweiten Platz erreichte Lemon Lola Rennt v. Llangybi Maverick von Heiko Schudt, Laubach-Lauter in der Klasse der 3 – 5jährigen Stuten ohne Fohlen.

In der so genannten „Königsklasse“, der der erwachsenen Welsh Cob Hengste, konnte sich Ray of Light vom Alten Grenzhof gut behaupten. An der Hand von Marco Albrecht trabte der ganggewaltige Rapphengst aus dem Besitz von Beate Krapf, Neu-Isenburg unter lautem Jubel und Beifall auf Platz 2.



Gesamtsieger der Schau wurde die Welsh A Stute Cordial’s Amber v. Vechtzicht’s Cymro Bach in Besitz von Julia Stiem aus Ingersleben. Diese äußerst typvolle Stute ist in Hessen keine Unbekannte, hat sie doch erst vor wenigen Wochen in Alsfeld-Eifa die hessische Regionalschau der IG Welsh als Tagesreservesieger verlassen.

Christina Huke


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