Verband der Pony- und
Pferdezüchter Hessen e.V.
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JUNGZÜCHTER
14. Bundesjungzüchterwettbewerb in Marbach - tolle Erfolge vor heimischer Kulisse
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Strahlende Gesichter bei allen Beteiligten, Lob von allen Gästen - der 14. Bundesjungzüchterwettbewerb 2010 in Marbach war ein voller Erfolg!

Perfekt vorbereitet durch die beiden Jungzüchtervertreter Klaus Hartmeyer und Ulrike Dietrich, unterstützt durch den Pferdezuchtverband Baden-Württemberg lief die Veranstaltung, zu der Mannschaften aus 14 deutschen Zuchtgebieten in das baden-württembergische Haupt- und Landgestüt Marbach angereist waren, reibungslos ab. Insgesamt etwa 200 begeisterte Jungzüchter, Betreuer und Schlachtenbummlern zeigten sich hochkonzentriert in den vier bewerteten Einzeldisziplinen, fieberten mit ihren Teams mit und feierten ausgelassen.

Nach der Begrüßung durch den Zuchtverbandsvorsitzenden Dieter Doll und die Landobestallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck präsentierte das Haupt- und Landgestüt Marbach ein Schaubild mit Hengsten, Stuten und Fohlen.

Im Wettbewerb absolvierten Teams aus jeweils drei Jungzüchtern in zwei Altersklassen (AK I: 14-18 Jahre, AK II: 19-25 Jahre) die Disziplinen Beurteilung des Freispringens, Theorie, Vormustern und Beurteilen. Die Pferde wurden dabei großteils vom Haupt- und Landgestüt Marbach zur Verfügung gestellt. Neben den Schulpferden der Landesreitschule, die unter der Leitung von Rolf Eberhardt auch an der Baden-Württembergischen Meisterschaft der Jungzüchter regelmäßig zum Einsatz kommen, standen für das Freispringen und das Beurteilen auch Besamungshengste sowie Stuten aus Marbach zur Verfügung. Für die Kleineren unter den Jungzüchtern hatten Familie Gaab aus Eberstal, Familie Arnold aus Ehestetten und Familie Ströbele aus Ummendorf insgesamt acht Ponys nach Marbach gebracht. Die Theoriefragen wurden von der Berufsschule in Münsingen unter der Leitung von Roland Dörr entwickelt und sorgten für rauchende Köpfe. Durch das Programm an beiden Wettbewerbstagen führte wortgewandt Zuchtleiter Gert Gussmann.

Bei der großen Siegerehrung am Samstagabend gab es aus Baden-Württembergischer Sicht mehrfach Grund zum Jubeln.

In der Altersklasse I siegte das Team aus Baden-Württemberg vor Brandenburg-Anhalt und Holstein. Einzelsiegerin wurde Anke Gaab vom gastgebenden Verband. Die Altersklasse II dominierten die Jungzüchter aus Hannover, sie siegten vor den Teams aus Sachsen-Thüringen und Holstein. Siegerin der Einzelwertung in dieser Altersklasse wurde Greta Lüschow aus Hannover, die auch die Gesamttageswertung für sich entschied.

Theresa Gödel
Vanessa Feuerstein
Vanessa Endrejat
Jana Becker

In der Gesamtwertung über alle Altersklassen hatte Hannover die Nase vorn - sie lösen damit Titelverteidiger Brandenburg-Anhalt ab, die in der Gesamtwertung auf Platz sieben kamen. Platz zwei der Gesamtwertung belegte Holstein. Die Siegerehrung wurde durch den Verbandsvorsitzenden Dieter Doll eröffnet. Auch Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und Karl-Heinz Bange, Vorstandsmitglied des Bereichs Zucht der FN, richteten das Wort an die Jungzüchter. Die Sieger und Platzierten erhielten eine Vielzahl von Ehrenpreisen und wurden mit Schleifen und Schärpen ausgestattet. Die Richter Otto Schalter (Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar), Ulrike Struck (Landwirtschaftskammer Niedersachsen), Roland Metz (Pferdezuchtverband Baden-Württemberg) und Karl-Heinz Vollmer (Kompetenzzentrum Pferdezucht und Pferdehaltung) sowie die beiden Nachwuchsrichter Hannah Bott (Baden-Württemberg) und Paul Schuhmacher (Holstein) überbrachten ihre Glückwünsche. Außerdem gratulierten Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, der Vorsitzende der Deutschen Jungzüchter Hendrik Fiegel und der PM-Delegierte Roland Dörr.

Mit einem rührenden Gedicht, Blumen und einem Fotoalbum dankten die Jungzüchter aus Baden-Württemberg ihren Betreuern Ulrike Dietrich und Klaus Hartmeyer, die sich nicht nur in der Vorbereitung des Bundesjungzüchterwettbewerbs, sondern auch im Jahresverlauf beständig für ihre Jungzüchter einsetzen.

Über 60 Helfer, darunter viele Eltern der beteiligten Jungzüchter waren vor Ort unerlässlich und haben die Veranstaltung so erst möglich gemacht. Ein großer Dank gilt außerdem den vielen Sponsoren, die mit Geld- und Sachspenden zu dem Event beigetragen haben.

Nach der Siegesfeier am Samstagabend nahmen die Jungzüchter am Sonntagmorgen die Gelegenheit wahr, die Vorwerke des Haupt- und Landgestüts in geführten Touren zu besichtigen.

Ausrichter des nächsten Bundesjungzüchterwettbewerbs im Jahr 2011 wird das Pferdestammbuch Schleswig-Holstein / Hamburg sein.

Ergebnisse der Mannschaftswertung

Rang Verband

AK 1 AK

2 AK

Gesamt

1 Hannover

950,0

981,5

1.931,5

2 Holstein

960,0

952,5

1.912,5

3 Ba-Wü

935,0

966,0

1.901,0

4 Sachsen-Thür.

967,5

913,5

1.881,0

5 Westfalen

920,5

948,0

1.868,5

6 Trakehner

930,5

932,0

1.862,5

7 Brandenb.- Anhalt

900,5

958,5

1.859,0

8 Rheinland

 915,0

937,0

1.852,0

9 Bayern

873,5

912,5

1.786,0

10 Pony Hessen

873,0

905,5

1.778,5

11 Meck-Pom

875,0

889,5

1.764,5

12 Pony Holstein

900,5

826,0

1.726,5

13 RPS

876,5

835,5

1.712,0

14 Oldenburg

896,0

    896,0



Ergebnis Kombiwertung AK I (14-18 Jahre) hessische Teilnehmer

4.   Vanessa Feuerstein, Ober-Mörlen

25. Fabienne Endrejat, Buseck

40. Franziska Gödel, Buseck

Ergebnis Kombiwertung AK II (19-25 Jahre) hessische Teilnehmer

19. Theresa Gödel, Buseck

33. Vanessa Endrejat, Buseck

39. Eileen Nicolai, Buseck



14. Bundesjungzüchterwettbewerb in Marbach, und wir waren dabei!

Am 11.Juni `10 zogen die Jungzüchter vom Verband der Pony- und Pferdezüchter aus Hessen los, um am 14. Bundesjungzüchterwettbewerb teilzunehmen. Dieses Jahr lud

Baden-Württemberg dazu ein. Im ältesten Landes- und Hauptgestüt Deutschlands, in Marbach, sollte der Wettbewerb stattfinden. Dort nach Stunden endlich angekommen, konnten die Teilnehmer gleich in der großen Arena mit ihren Landesfahnen, Maskottchen und Fans einziehen. Höchst persönlich wurden sie dort von der Landoberstallmeisterin Frau Dr. Astrid Velsen-Zerweck

begrüßt. Eine kleines, feines Schauprogramm mit den verschieden Rassen von Marbach, wie zum Beispiel Araber-, Kaltblut- und Warmbluthengste wurden unterschiedlich vorgestellt. Nach dieser herzlichen Begrüßung ging es dann auch sofort  los. Auf dem Programm stand zuerst die Theorie. Diese wurde in der großen Reithalle von allen Teilnehmern geschrieben, die kleine Reithalle hingegen diente für die 2 Tage als Nachtlager. Auf der Bundesebene sind zwei Altersklassen startberechtigt.

Altersklasse I sind 14-18 Jahre alt und Altersklasse II 19-25 Jahre. Diese bekommen jeweils unterschiedlich schwere Fragen in ihren Altersklassen gestellt, die sie schriftlich beantworten müssen.

Die Teilnehmer kamen nach ca. 30. Minuten kopfschüttelnd oder mit rauchenden, roten Köpfen aus der Halle. Große Ratlosigkeit machte sich breit. Normalerweise werden Fragen gestellt und man kreuzt verschiedene Antwortmöglichkeiten an. Dieses mal musste man aber bis zu 60 % selber etwas dazu schreiben. Lange konnte man jedoch nicht darüber diskutieren, denn schon ging es mit dem Freispringen weiter. Hier mussten nun 5 Pferde über dem Sprung nach 4 Kriterien in Noten bewertet werden. Auch hier erlebten wir eine Überraschung. Das letzte Pferd,

ein 3-jähriger Hengst, präsentierte sich zunächst ordentlich über den Sprüngen. Doch plötzlich blieb er vor dem Sprung stehen und wollte nicht mehr. Nur mit ganz viel Überzeugungsarbeit sprang er noch einmal. Wie sollte man so ein Verhalten nun bewerten? Man sah, dass auch die Richter in der Bahn, die die Pferde ja ebenfalls mit bewerten müssen, nicht recht wussten, in welcher Note man das Verhalten des Hengstes  ausdrückt. Es durfte also richtig spannend werden.

Nach einem leckeren Abendessen nach Schwäbischer Art vergaß man  die ersten Strapazen. Die anschließende „Come together Party“, dort lernten sich die ca. 100 Jungzüchter aus 14  Bundesländer erst einmal richtig kennen, war der absolute Hit. Mit gemeinsamen Spielen und lustigen Wettkämpfen hatten die Baden-Württemberger für eine tolle und gelöste Stimmung gesorgt.

Am 2. Tag ging es mit dem Beurteilen von 3 Pferden für die AK I und parallel das Mustern (Vorführen eines  Pferdes) für die AK II los. Es wurden uns von dem Marbacher Gestüt brave und korrekte Pferde zur Verfügung gestellt. Dem Führen auf der Dreiecksbahn stand nun nichts mehr im Wege. Nach einer gleitenden Mittagspause wurde getauscht, AK I gingen auf die Dreiecksbahn und die AK II beurteilten 3 Pferde.

Zur Freude von Betreuerin Geli Endrejat verlief die Musterung der 'Kleinen' sehr positiv und auch das Beurteilen schien lösbar gewesen zu sein. Am späten Nachmittag waren endlich alle Jungzüchter mit ihren Aufgaben fertig und der Veranstalter konnte nun alle vier Prüfungen auswerten und die Sieger und Platzierten ermitteln.

In der Zwischenzeit nahm sich die Chefin vom Marbacher Gestüt höchstpersönlich die Zeit und führte uns über das Gestüt zu den Stutenweiden mit Fohlen und den Araber-, Kaltblut- und Warmbluthengsten, zum, für Marbach bekannten, Stutenbrunnen, zum Futterspeicher und Einiges mehr. Alle waren sich einig, das wohl älteste Landgestüt Deutschlands ist wunderschön und man muss unbedingt mal dort gewesen sein, wozu wir die Chance hatten.

Gegen 18 Uhr sollte es endlich soweit sein; Alle waren schon total gespannt auf die Siegerehrung.

Alle teilnehmenden Jungzüchter trafen sich am Eingang von der Arena. Sie formierten sich zu den einzelnen Verbänden. Jetzt kam das letzte Einmarschieren und wiederholtes Vorstellen der Teilnehmer und Mannschaftsführer. Wir 'Roten' (die Farbe, in der wir unseren Verband präsentieren) wurden dann vorgestellt, als kleine, feine Mannschaft mit einem starken Auftreten.

Unser Engagement hatte sich also gelohnt. Wir konnten einige Platzierungen mit nach Hause nehmen.

Die Mädchen konnten sich zwei Mal im Mustern, zwei Mal im Freispringen, Theorie, Kombinationswertung, bis hin zum zweiten Platz beim Mustern platzieren.

Eine großartige Leistung, bei 100 Teilnehmern. Es war ein gelungenes und sehr schönes Wochenende mit tollen Momenten und Gastgebern aus Baden-Württemberg.

Unsere Teilnehmer für Hessen waren:

AK I  Jana Becker, Peitschenführer

        Fabienne Endrejat

        Vanessa Feuerstein

        Franziska Gödel

AK II Vanessa Endrejat

        Theresa Gödel

        Eileen Nicolai

Betreut wurden die Mädchen von Andreas Gödel und Angelika Endrejat


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