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Staatsehrenpreis 2014 für Maria Siepe-Gunkel

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Mit dem Staatsehrenpreis 2014 wird der Islandpferde-Betrieb der Züchterin Maria Siepe-Gunkel im nordhessischen Habichtswald-Ehlen ausgezeichnet. Dieser gehört zu den erfolgreichsten  Zuchtstätten der kleinen, sympathischen, vier- und fünfgängigen Islandpferde.

Im Jahr 2013 gab es bundesweit und landesweit eine Reihe von Erfolgen für die hessischen Islandpferde-Züchter. Allen voran ist die 2006 geborene Rappstute Óskadís vom Habichtswald zu nennen, die auf der Islandpferde-WM in Berlin, geritten von Frauke Schenzel, die Goldmedaille der Stuten aller Klassen holte. Von allen Pferden aus der Zucht des Habichtswald-Gestüts von Maria Siepe-Gunkel konnte somit Óskadís den bisher größten Erfolg erringen. Ihre Mutter Ósk frá Klaengsseli kam nach beachtlicher Turnierleistung erst 16jährig in die Zucht und hat, inzwischen 25jährig, als aktive Zuchtstute das fünfte Fohlen bei Fuß. Sie gehört zu den Stammstuten des Gestüts ebenso wie die zwölfjährige Prinsessa vom Habichtswald und die von Ulrike Ketter gezogene Dimmalim.

Ein besonderer Glücksgriff gelang Maria Siepe-Gunkel mit dem Hengst Fannar frá Kvistum, den sie als Fohlen im isländischen „Gestüt Kvistir“ des Züchters Günther Weber entdeckte. Fannar wurde Deutscher Meister im Fünfgang und erhielt in der FIZO-Prüfung anlässlich des Zuchtchampionats 2010 mit den Noten 8,93 für Reiteigenschaften, 8,31 für Exterieur und 8,69 Gesamt absolute Spitzenbewertungen im weltweiten Vergleich. Verständlich, dass bei Maria Siepe-Gunkel nun auf dem Junghengst Odinn vom Habichtswald aus der Anpaarung Fannar x Óskadís große Hoffnungen ruhen.   

Seit 1992 züchtet Maria Siepe-Gunkel, ehemals Ärztin, intensiv Islandpferde und auch Hovawarts sowie nebenbei noch Mini-Shetlandponys. Auf 58 ha Wiesen und Weiden werden rund 20 Pferde einschließlich zehn aktiver Stuten gehalten. Die Nachzucht wird meist als Jungpferde verkauft. Mehr als 120 Pferde tragen inzwischen den Namenszusatz „vom Habichtswald“.

Im Verband der Pony- und Pferdezüchter Hessen e. V. zeichnet die frühere Rassesprecherin Islandpferde für wertvolle Initiativen verantwortlich. Neben zahlreichen Seminaren und Züchterangeboten ist dies vor allem die etablierte „Hessische Island-Fohlenreise“ alljährlich im Herbst zur flächendeckenden Erfassung und Bewertung von Fohlen und Stuten. Seit vielen Jahren bilden die Isländer die stärkste Rasse im Zuchtverband Hessen (2013: 1.075 Zuchtstuten, 190 Zuchthengste, 467 Fohlen).

Im IPZV, dem bundesweiten „Islandpferde-Reiter- und Züchterverband e.V.“, ist Maria Siepe-Gunkel seit 2010 Ressortleiterin Zucht und Mitglied im Rassebeirat. Ihr großes persönliches Engagement für die Zucht des Islandpferdes sorgt nicht zuletzt für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem IPZV und den Landes-Zuchtverbänden. Auch dieser vorbildliche, unermüdliche, persönliche Einsatz von Maria Siepe-Gunkel im Ehrenamt soll mit dem Staatsehrenpreis des Landes Hessen gewürdigt werden. Der Verband der Pony- und Pferdezüchter Hessen e. V. gratuliert sehr herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung. 

Florian Solle / Foto: Joachim Hecker


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