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Der Hirtenhof ist umgezogen
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An Widerständen wächst man! Probleme sind zum Lösen da! Und: die Hoffnung stirbt zuletzt! All dies trifft auf die letzten Jahre zu, wenn man die Geschichte des Hirtenhofes betrachtet, denn einfach war es nicht. Jetzt aber: Der Umzug ist geschafft, ein neuer Hirtenhof unter bekannter Leitung wurde in Besitz genommen.

Nachdem Nicole Rubel-Leibold, mit Unterstützung ihres Mannes Christoph Leibold und der wachsenden Schar der Einsteller, 1999 den Hirtenhof in Wehrheim zum Domizil der Islandpferde machte, war schnell klar, dass ein Kapazitätsproblem entstehen würde. Der fachkundige Unterricht von Nicole, der Turnierreiter ebenso erfolgreich durch die Saison brachte, wie die Freizeitreiter in allen Problemen unterstützte, machte den Hirtenhof bekannt. Die Zahl der Einsteller wuchs, ein Dressurviereck musste her, eine Ovalbahn, die aber – wie sich herausstellte – zu beengt war, und der  Stall, der zu klein wurde für die vielen Pferde – all dies führte dazu: es muss gebaut werden.

Dieser Entschluss führte zu einer jahrelangen, nervenaufreibenden Situation, in der Genehmigungen erteilt und widerrufen wurden, Baupläne erstellt und verworfen wurden, Widerstände geglättet, um sie am nächsten Tag an anderer Stelle zu finden, kurz, es war eine Situation, die für keinen befriedigend war. Also musste eine Lösung her, die schließlich, nach schlaflosen Nächten und meterlangen Berechnungen, in Gestalt des neuen Hirtenhofes, ehemals Hartungshof, gefunden wurde.

Am Samstag, dem 8. März 2008, war es dann soweit: die Einsteller ritten mit ihren Pferden zum neuen Hof. Und somit begann Kapitel Zwo des Hirtenhofes: Die Gebäude waren da, der Hartungshof, jetzt Hirtenhof, war in seiner Substanz gut, aber 1966 gebaut, und so fiel einiges an Arbeit an. In dem vorhandenen Wohnhaus leben nun Nicole und Christoph mit ihrem Sohn Marvin direkt bei ihren Pferden.

Ein Gebäude, welches sich direkt anschließt, wird einmal Boxen für (ihre eigenen) Pferde aufnehmen, im Moment sind Heu und Stroh noch trocken darin untergebracht. Eine vorhandene Lagerhalle wurde als Reithalle umgeplant, nachdem alles ausgeräumt, die Wände geputzt und mit Holzbande verkleidet, der Boden fachmännisch aufgefüllt und mit einem traumhaften Belag für Isländer versehen war, stellte sie sich als das Herzstück der gesamten Anlage heraus. Direkt daneben befindet sich der Stall, in dem vorher schon Pferde untergebracht waren. Die Boxen für Einzelpferdehaltung wurden umgebaut, je nach Bedarf wurden drei Boxen samt Auslauf für die Kleingruppenhaltung zusammengenommen, in denen die neuen Bewohner jetzt Vollpension mit Aussicht genießen.

Zwar ist manches noch provisorisch, aber das wesentliche, wie Reitplatz, Halle und Pferdestall vorhanden. Noch fehlt die Ovalbahn, unterhalb der Stallgebäude gelegen, wird sie sich an den Hang schmiegen und die Aussicht in die Landschaft wird so überwältigend sein wie das, was auf ihr geboten werden wird,  und mit ihren Ausmaßen wird sie allen Anforderungen gerecht werden. Die kleinen Besonderheiten, die dazu geplant sind, werden noch gar nicht verraten.

Aber noch sind die weiteren Baumaßnahmen nicht gestartet. Erst einmal mussten die über 60 Pferde der Einsteller gut untergebracht und all die Probleme gelöst werden, die sich mit so einem Umzug ergeben. Wo ist das Wasser? Kriegt mein Pferd genug zu fressen? Wo kommt mein Spind hin? Und: Wo gibt es die schönsten Reitwege? Ein reger Austausch nach jedem Ritt ist Standard, denn es gibt kilometerlange, optimale Wege zum Tölten. Insgesamt aber, so sagen die Einsteller, sind die Bedingungen optimal. Und wenn dann erst alles fertig ist, ist wirklich wieder mal ein Stück „isländischer Himmel“ für Pferd und Reiter geschaffen.

Neue Adresse:

Islandpferdegestüt Hirtenhof, Hartungshof 1, 61273 Wehrheim
Telefon 06081/981255, Fax 06081/981254
E-Mail: CLeibold@aol.com, www.hirtenhof.de

Hirtenhof-Hengst erfolgreich auf der Internationalen Zuchtprüfung in Wurz

Was auf der Hengstkörung in Kaufungen anlässlich der Bundeshengstschau im Jahre 2006 seinen Anfang nahm, setzte sich auf der FIZO in Wurz vom 1. bis 4. Mai 2008 fort. Der hessische Islandhengst Abel vom Gut Tiergarten, vor zwei Jahren Vizesieger der Dreijährigen in Kaufungen, legte jetzt Fünfjährig seine Gerittene Feif ab. Trainiert von seiner Besitzerin Nicole Rubel-Leibold wurde er von Erlingur Erlingson gekonnt vorgestellt. Es begann am Donnerstag, den 1. Mai mit der Gebäudebeurteilung. Hier konnte Abel schon mit seinem korrekten Gebäude und der Endnote 8,16 überzeugen. Das setzte sich am folgenden Tag bei den Reiteigenschaften fort. Abel bestach durch seine Elastizität im Tölt und die überragende Leistungsbereitschaft.

Mit der Note für Reiteigenschaften von 8,09 und der Gesamtnote 8,12 wurde er der in diesem Jahr höchstgeprüfte Fünfjährige mit deutscher Abstammung. Abel steht in Hessen auf dem Islandpferdegestüt Hirtenhof.

Beate Panther


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